Wo ist die Zuwendung geblieben?

Ich frage mich oft,
wo ist sie geblieben?
Diese einfache, stille Geste:
Dazusein.
Nicht zu drängen.
Nicht zu optimieren.
nur: sich zuzuwenden.

Nicht aus Pflicht.
Nicht aus Strategie.
Nicht, um sich selbst besser zu fühlen.
Sondern, weil da ein Mensch ist –
der einfach gerade jemanden braucht.

Früher nannte man das Herzlichkeit.
Oder Nähe.
Heute sagt man: „Ich hab keine Zeit.“
Oder schlimmer: „Schreib mir eine Mail.“

Wir scrollen, wir planen, wir erledigen.
Aber wir sehen nicht mehr.
Nicht richtig.
Nicht mit dem, was zählt.

Zuwendung ist langsam.
Zuwendung hat keinen Algorithmus.
Zuwendung kommt nicht in Serie –
sie kommt in Stille.

Ich schenke dir keinen Rat.
Ich schenke dir Zuwendung.
Weil du mehr bist als eine To-do-Liste.
– Hendrik Birke

Ich versuche, sie zu bewahren.
In meinen Worten.
In meinen Händen.
In meiner Art, da zu sein.
Nicht perfekt. Nicht immer.
Aber ehrlich.

Denn ich glaube:
Was uns fehlt,
ist kein besserer Alltag.

Sondern jemand,
der uns in diesem Alltag kurz ansieht –
und bleibt.

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