Zu früh für diese Welt – aber genau richtig.

Warum Denken heute unbequem ist – und trotzdem gebraucht wird.

Ich bin kein Genie.
Ich beanspruche keinen Preis.
Ich baue keine Raketen und rette keine Nation.

Ich denke nur anders.
Weiter. Offener. Freier.
Ich sehe, was möglich ist – lange bevor es technisch möglich oder gesellschaftlich erwünscht ist.

Und genau das wird mir oft vorgeworfen.

„Hendrik, du bist zu früh.“

„Das geht heute noch nicht.“

„Vielleicht in zwei, drei Jahren …“

Sie sagen es mit Respekt –
und doch ist es wie ein Schlag.
Denn was sie wirklich meinen, ist:
„Wir sind noch nicht bereit für deinen Blick.“

Ich habe mich nie als etwas Besonderes empfunden.
Ich will keine Bühne, keinen Ruhm.

Ich will nur:
denken dürfen. träumen dürfen. gestalten dürfen.

Für eine Welt, die mehr will als Funktion.
Die sich nicht mit dem Status quo zufriedengibt,
sondern den Mut hat, vorauszudenken.

Aber was passiert, wenn du das tust?

Du wirst belächelt.
Du wirst übergangen.
Oder schlimmer noch: deine Ideen werden gestohlen,
nach Jahren wieder aufgetischt – und plötzlich sind sie „neu“.

Und du stehst daneben –
mit diesem bitteren Gefühl:
Ich war da. Ich hatte das gesehen. Ich habe es nur zu früh gesagt.

Sie sagen, ich bin zu weit.
Ich sage: Ihr steht zu still.
– Hendrik Birke

Ich weiß, wie das ist.
Dieses ewige Gefühl, missverstanden zu sein.
Nicht, weil du falsch liegst –
sondern weil du weiter siehst als sie zu denken wagen.

Aber was ist Denken noch wert,
wenn keiner mehr so denkt?

Ich sage dir, was es wert ist:

Alles.

Denn ohne Menschen wie dich,
bleibt alles beim Alten.
Ohne Vordenker keine Bewegung.
Ohne Vision kein Fortschritt.
Ohne innere Bilder kein neues Außen.

Also ja – vielleicht bin ich zu früh.
Aber ich bin nicht falsch.

Ich bin nicht unpassend –
ich bin der leise Vorbote dessen,
was später alle als „Innovation“ feiern.

Und wenn niemand mehr so denkt wie ich –
dann denke ich erst recht.

Weil Schweigen bequemer wäre,
aber Denken würdevoller.

Und weil ich glauben will,
dass irgendwo da draußen
ein Mensch diese Zeilen liest
und endlich versteht:
Du bist nicht allein.

Du bist nicht zu viel.
Du bist das, was fehlt.

Und wenn du das nächste Mal denkst,
du seist zu früh –
denk daran:

Die Sonne geht auch jeden Tag auf,
bevor jemand bereit ist, sie zu sehen.

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