Erfolg ist, wenn du ein Mikrofon hast – und kein Gewissen.
Du sitzt nichtsahnend vor einem Video,
vielleicht ein Interview, ein Doku-Ausschnitt, ein Lied.
Und dann:
„Hey! Willst auch du endlich dein volles Potenzial entfalten?“
Nein.
Ich wollte eigentlich nur kurz durchatmen.
Aber jetzt ist mein Puls bei 180 – nicht wegen Inspiration,
sondern weil mir zum zehntausendsten Mal
ein 27-Jähriger in zu enger Jeans erzählt,
wie ich Millionär werde,
wenn ich endlich aufhöre, Ich selbst zu sein.
Da stehen sie:
selbsternannte „Mentoren“, „Erfolgsexperten“, „Transformations-Coaches“ –
allesamt mit Gel-Frisur, Zahnschiene und Business-Hintergrund,
den niemand hinterfragt,
weil:
Wer laut genug „Erfolg“ ruft,
braucht keine Biografie mehr.
Sie sprechen von Durchbruch,
von Disziplin,
von siebenstelligen Umsätzen,
und zeigen dabei nie ihr eigenes Hirn,
aber immer:
– ein Auto, das gemietet ist
– eine Uhr, die glänzt
– und eine Urlaubshütte mit mehr Hohlraum als ihre Inhalte.
Früher nannten wir’s Scharlatanerie.
Heute ist es ein Funnel.
– Hendrik Birke
Sie sagen:
„Ich habe bereits über 5.000 Unternehmer erfolgreich zu Millionären gemacht.“
Aha.
Wo sind die?
Und was machen sie jetzt?
Ach so – wahrscheinlich wieder Werbeanzeigen
für ihren „eigenen Weg zum Erfolg“ verkaufen.
Ein Kreis aus Blendern,
die sich gegenseitig zum Guru küren,
während echte Menschen
arbeiten, kämpfen, zweifeln –
und echte Dinge schaffen.
Wenn Erfolg bedeutet,
anderen einzureden, sie seien nicht genug,
um ihnen dann ein PDF zu verkaufen,
dann ist es kein Erfolg.
Dann ist es geistiger Betrug mit Landingpage.
Diese Masche gibt es übrigens auch im Fitness-/Ernährungs-Bereich.
PS: Wenn dein Geschäftsmodell darin besteht,
anderen einen Traum zu verkaufen,
den du selbst nie gelebt hast –
dann bist du kein Coach.
Dann bist du ein Staubsaugervertreter in Sneakern.