Meine Geduld war keine Einladung zur Ignoranz.

Ich war freundlich.
Nicht, weil ich schwach bin,
sondern weil ich glaubte,
dass man Menschen auf Augenhöhe begegnet.
Dass Rücksicht eine Haltung ist –
keine Strategie.
Dass Geduld ein Zeichen von Charakter ist –
nicht von Beliebigkeit.

Aber dann kamen die Ausreden.
Die Verzögerungen.
Die leeren Versprechen.
Und irgendwann…
die Stille.

Ich habe gewartet.
Lange.
Mit Vertrauen.
Mit Verständnis.
Mit der Hoffnung,
dass man es doch noch ernst meint,
wenn man etwas sagt.

Aber was ich bekam,
war ein Muster:
Solange ich nachsichtig blieb,
wurde ich ignoriert.

Solange ich nicht schrie,
hörte niemand zu.
Solange ich nicht forderte,
gab es keinen Grund zu handeln.

Nur weil ich es still ertrage,
heißt das nicht, dass ich es endlos mit mir machen lasse.
– Hendrik Birke

Und als ich dann doch laut wurde –
nicht aus Laune,
sondern aus letzter Würde –
da wirkten alle überrascht.

Als hätte ich die Rollen vertauscht.
Als hätte ich versagt,
weil ich endlich Grenzen zog.

Aber die Wahrheit ist:
Ich habe mich nicht verändert.
Ich habe mich gezeigt.
So wie ich bin:
Freundlich, ja –
aber nicht endlos verfügbar.

Meine Geduld war keine Einladung zur Ignoranz.
Sie war ein Geschenk.
Ihr habt es nicht angenommen.

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