Die kleinen Dinge.

Manchmal ist es nicht der große Satz, der dich rettet.
Nicht die Erleuchtung. Nicht der Applaus. Nicht der Plan.

Manchmal ist es nur der Blick eines Hundes,
der dich ansieht, als hättest du gerade die Welt gerettet –
nur weil du da bist.
Ein Sonnenstrahl,
der sich durch das Astwerk stiehlt und
dein Gesicht berührt,
wie ein leises „Ich sehe dich.“

Es ist das Zittern im Gras,
wenn der Morgen erwacht.
Das erste Vogelstimmen-Chaos,
bevor die Welt wieder zu denken beginnt.
Das Knistern in der Luft,
wenn der Regen noch nicht fällt –
aber schon versprochen ist.

Es sind die kleinen Dinge.
Die stillen Zauberer.
Die unsichtbaren Heiler.

Ein Windhauch,
der deine Narbe streichelt,
als wäre sie schön.
Ein Wort,
das dich findet,
bevor du es gesucht hast.
Der Duft von frisch gebackenem Brot,
aus einer Küche, in der Liebe wohnt.

Wenn du nichts mehr findest, woran du glauben kannst –
leg dich ins Gras.
Es glaubt an dich.

– hendrik birke

Wir reden oft vom Untergang.
Vom Bruch. Vom Lärm.
Vom müden Kampf gegen das,
was wir nicht mehr verstehen.

Aber währenddessen,
ganz still,
fließt etwas anderes.

Ein leises „Trotzdem“.
Ein zarter Faden aus Licht,
der sich durch die Risse webt.

Nicht laut.
Nicht groß.
Aber echt.

Vielleicht ist das die eigentliche Kunst:
Nicht auf das große Glück zu warten –
sondern die kleinen Wunder zu erkennen,
die sich tarnen wie Unscheinbares.

Ein Apfel, der genau richtig duftet.
Ein Baum, der dir Schatten schenkt.
Ein Mensch, der bleibt.
Eine Berührung, die nichts will –
nur sagen: Ich bin da.

Und vielleicht…
rettet uns das.
Nicht alle auf einmal.
Aber heimlich.
Tag für Tag.
Schritt für Schritt.
Herz für Herz.

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