Die Sternschnuppe.
Sie kommt ohne Ankündigung.
Ohne Show.
Ohne Trommelwirbel.
Nur für einen Moment
zieht sie durch den Himmel –
und leuchtet heller
als alle,
die sich sonst wichtig machen.
Eine Sternschnuppe fragt nicht,
ob du bereit bist.
Sie fällt.
Für dich.
Vielleicht.
Oder für niemand.
Oder einfach,
weil sie’s kann.
Und wer sie sieht,
vergisst kurz die Schwere.
Atmet langsamer.
Wünscht sich etwas,
das nicht laut ausgesprochen werden muss.
Weil es schon längst in der Brust wohnt.
Nicht alles, was vergeht, verschwindet.
– hendrik birke
Manches bleibt – als Licht in uns.
Vielleicht sind Menschen wie Sternschnuppen.
Sie brennen nicht ewig.
Aber wenn sie fallen –
dann richtig.
Dann mit Glanz.
Dann mit Bedeutung,
die keiner messen kann.
Nur fühlen.
Vielleicht warst du schon
eine Sternschnuppe für jemanden –
ohne es zu merken.
Ein Satz,
ein Blick,
ein „Ich bin da“
zur rechten Zeit.
Und vielleicht bist du heute
der Himmel für eine andere,
die fällt.
Damit sie nicht allein verschwindet,
sondern gesehen wird.
Im Flug.
Im Licht.
Im kurzen Wunder des Seins.
Denn manchmal ist es nicht die Dauer,
die zählt.
Sondern das Leuchten.