Der New-Work-Wahn.

Man hat uns erklärt, dass wir nun frei sind.
Homeoffice. Work-Life-Blabla. Purpose in der Jobbeschreibung.
Und ein Büro mit Hängematten, Kickertisch und veganem Müsli.
New Work nennen sie das.

Doch ich sehe in den Gesichtern nur Müdigkeit.
Menschen, die im Hoodie lächeln,
aber innerlich nichts mehr fühlen.

Die Zoom-Meetings überleben
und sich mit digitalen Applaus-Buttons bejubeln.
Aber abends mit leerem Blick den Bildschirm zuklappen.

New Work ist nicht falsch.
Aber wie wir es leben,
hat mit Freiheit nichts zu tun.

Wir arbeiten nicht weniger.
Wir arbeiten nur entgrenzter.
Immer erreichbar. Immer formbar.
Immer ein bisschen „Du darfst alles sein“ –
solange du dein KPI-Ziel erreichst
und pünktlich in der Slack-Thread antwortest.

Lasst uns wieder brennen – nicht bloß funktionieren.
– Hendrik Birke

Ich vermisse Feuer.
Ich vermisse Gespräche, die nicht durch WLAN brechen.
Ich vermisse Räume, die nach Mensch riechen – nicht nach ClickUp-Tasks und stiller Erschöpfung.

Was wäre, wenn wir nicht effizienter, sondern ehrlicher würden?
Wenn wir nicht agil, sondern anwesend wären?
Wenn wir nicht Work-Life-Balance feierten –
sondern einfach mal wieder Leben?

New Work hat uns Flexibilität gebracht.
Aber oft auf Kosten der Flamme.
Der Seele.
Der Begegnung.

Lasst uns wieder brennen.
Nicht für Marken.
Nicht für Meeting-Ziele.
Nicht für den Purpose einer Agentur,
die uns mit Herzchen-Icons motivieren will.

Sondern für das, was in uns echt ist.
Für Arbeit, die nicht nur liked,
sondern lebt.

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