Symptome des Lebendigseins.

Manchmal stehe ich in einem Raum,
der nicht meiner ist.
Die Wände flimmern,
die Luft riecht nach fremden Träumen,
und irgendwo summt das Neonlicht
eine Melodie, die niemand kennt.

Ich lächle zu lange,
rede zu viel,
und frage mich,
ob das vielleicht das Normale ist.

Ich war immer der, der nie zu spät kommt
und bis zum Ende bleibt.

Der, der weint,
wenn die Welt kippt,
und hofft, dass jemand mitweint.

Vielleicht sind wir nicht verrückt –
vielleicht ist Verrücktheit einfach das letzte Zeichen von Menschlichkeit.
– Hendrik Birke

Vielleicht sind wir alle
nur Passagiere auf einem Schiff aus Narren,
voller Erinnerungen, die keiner ausspricht,
und Sehnsüchte,
die wir hinter Etiketten verstecken.

Wir sind die leicht Schrägen,
die Zu-Ehrlichen,
die Unangepassten mit Herz.

Wir stolpern,
wir glühen,
wir fühlen zu viel –
und nennen das dann:
ein Symptom des Lebendigseins.

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