Ich bin, was bleibt.

Ich bin kein Symbol.
Ich bin kein Ornament für Postkarten,
kein Wort für Schwäche.
Ich bin das, was schlägt,
wenn alles andere still wird.

Ich habe gebrannt,
und ich habe verbrannt.
Ich habe getragen,
bis meine Adern wie Drähte waren,
gespannt zwischen Hoffnung und Müdigkeit.

Ich kenne die Dunkelheit von innen.
Ich weiß, wie Schmerz riecht,
wie er in Nächten flüstert,
wie er dich prüft,
bis du dich selbst nicht mehr erkennst.

Ein Herz ist kein Ort für Zärtlichkeit allein –
es ist der Tempel des Mutes.
– Hendrik Birke

Und doch –
ich schlage weiter.
Nicht, weil ich muss,
sondern weil ich will.
Weil da draußen jemand taumelt,
der vergessen hat,
dass er nicht allein ist.

Ich bin das Feuer,
das unter den Narben weiterglüht.
Ich bin der Klang,
den du nicht hörst,
wenn du zu laut funktionierst.

Ich trage dich,
wenn du glaubst, du fällst.
Ich erinnere dich,
dass selbst aus Asche Licht werden kann.

Ich bin kein Herz aus Poesie.
Ich bin Poesie aus Schmerz.
Jeder einzelne Schlag ist mein Bekenntnis:

Ich bleibe.
Auch, wenn du fällst.
Auch, wenn die Welt erlischt.
Ich bleibe.
Denn ich bin das,
was dich am Leben hält,
wenn du längst aufgehöt hast,
daran zu glauben.

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